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Dies und das und tägliche Dilemmata

- Markt spezial -

 

Vor kurzem haben wir berichtet, dass unser Gemüse zum größten Teil verkauft ist, auch typische Lagergemüse wie Knollensellerie, Kohl und Rote Beten. Darüber sind wir froh, denn für so manches haben wir einfach nicht die idealen Lagerbedingungen; zudem gibt es natürlich immer Lagerverluste durch hungrige Mäuse oder Fäulnis. Kopfkohl muss vor dem Verkauf aus dem Lager nochmal nachgeputzt werden, Zwiebeln ab und an nach gammligen Kandidaten durchgeguckt werden… Wahrscheinlich werden wir aber trotz fast leerer Lager ohne große finanzielle Sorgen über den Winter kommen. Denn obwohl dieses Jahr unser Schlepper, unsere Pumpe für die Bewässerung und unser Auto irreparabel kaputt gegangen sind, haben wir oft Glück gehabt, teilweise durch die Solidarität von uns nahestehenden Menschen. Auch die Anschaffungskosten für das Verkaufszelt für den Markt sind durch eure unkomplizierte Großzügigkeit gedeckt. Es ist sogar ein bisschen mehr zusammen gekommen und wir können noch Farben besorgen, so dass es Schüler im kommenden Frühling noch schön gestalten können. Vielen Dank allen Spendern und allen, die bei uns einkaufen.

 

Die gelben Preisschilder, an denen unser eigenes Gemüse zu erkennen ist, werden also weniger. Grüne Schilder (Regionaler Partner) haben unter anderem die Möhren und Zwiebeln vom Demeterhof Striffler aus Waldmannshofen und die festkochenden Kartoffeln und der Hokkaido von Steffen Dollmann (Demeter, Weikersheim), der dieses Jahr eine gute Ernte hatte. Den Bioladen seiner Schwester Silke beliefern wir fast ganzjährig. So eine regionale Vernetzung und der persönliche Kontakt machen uns große Freude.

 

Sommergemüse aus Deutschland bekommen wir auch über den Naturkostgroßhändler nur noch sehr begrenzt. Paprika, Gurken, Zucchini und Salate wie Batavia und Eichblatt kommen jetzt aus Italien, Frankreich und vor allem aus Spanien. Auch Blumenkohl und Brokkoli sind nicht frosthart und kommen aus wärmeren Gebieten. Doch gerade in Südspanien gibt es riesige Flächen mit Gewächshäusern, die die dortige Natur zurückdrängen und für deren Bewässerung oft Grundwasser statt teureres, aufbereitetes Meerwasser genommen wird, wodurch der Boden in diesen Gebieten stark versalzt. Im Winter kaufen wir sehr viel mehr vom Großhändler zu als im Sommer und oft ist das ein Dilemma für uns, wenn wir vor der Entscheidung stehen, euch bestimmte Gemüse und Obst eben nicht mehr anzubieten, weil Anbau und Transport zu weit weg sind von unserem ökologischen Ideal. Zumindest haben wir uns bewusst und konsequent gegen den Verkauf von Tomaten im Winter entschieden. Und wenn im Frühling die deutschen Lageräpfel und –birnen zu Ende sind und es sie erst mal nur aus Argentinien gibt, werden wir sie ebenfalls nicht kaufen. Bananen, die normalerweise aus der Dominikanischen Republik oder aus Ecuador kommen, werden übrigens auch auf den Kanarischen Inseln (Spanien) angebaut. Hier präferieren wir also Spanien, und sofern sie verfügbar sind, bieten wir Ihnen die kanarischen Bananen an.

 

Auch bei den Produkten im Verkaufshüttchen achten wir auf Herkunft und Verpackung. Wo immer möglich, verbannen wir Plastik aus Regal und Kühlschrank und bevorzugen Regionales; neu ist z.B. Leinsaat aus Baden-Württemberg.

 

 

Auf den Preisschildern ist jetzt immer Herkunftsland und Anbauverband vermerkt, denn wir wollen Sie teilhaben lassen und eine bewusste Kaufentscheidung unterstützen.

 

 

Wir wünschen euch Wärme im Innen und Außen und Mut zum Wintergemüse und

zu unwiderstehlichen bitter-süßen Wintersalaten mit Apfelschnitzchen und gerösteten Nüssen.

 

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