1144 gründen die Brüder Constantin von Lochgarten und Giselbert von Höttingen auf dem von ihrem Vater geerbten Gut in Locarden (Garten im Wald) ein Kloster. Die Gründung des Klosters Lochgarten für Augustiner-Chorfrauen wurde noch im gleichen Jahr vom Stauferkönig Konrad III urkundlich bestätigt.

 

Der zuständige Bischof Embricho aus der Diözese Würzburg schickt Prämonstratenserinnen aus dem nahegelegenen Kloster Tückelhausen bei Ochsenfurt nach Lochgarten. Die Frauen haben bis dato zusammen mit ihren Klosterbrüdern in Tückelhausen gelebt, und die Trennung gefällt beiden Seiten nicht, es wird protestiert, und heftige Auseinandersetzungen entstehen zwischen den beiden Konventen.

 

1155 schließlich stellt Kaiser Friedrich I Barbarossa das Kloster Lochgarten unter seinen unmittelbaren Schutz und garantiert in einer Urkunde klösterliche Ruhe und klösterliches Leben.

 

Ungefähr 200 Jahre später fällt der kleine Konvent an den größeren in Schäftersheim. Lange bleibt es nun ruhig in Lochgarten, bis 1525 der Taubertäler Haufen unter anderem das Kloster Schäftersheim zerstört; er war im Bauernkrieg auf dem Weg nach Königshofen, zur Entscheidungsschlacht zwischen Bauern und Obrigkeit. Die Nonnen in Lochgarten sehen sich bedroht und verkaufen das Kloster und seine Ländereien an den Grafen von Hohenlohe-Weikersheim; das klösterliche Leben im „Garten im Wald“ findet somit sein Ende.

 

Lochgarten steht jetzt unter dem Schutz der Hohenloher Herrschaft, übersteht die Wirren des Bauernkrieges, und 1544 wird von zwei herrschaftlichen Inspektoren berichtet, die den Hof pachten und eine Pferdezucht betreiben. Der Betrieb scheint gut zu laufen, 1561 wird ein großer Umbau „zur Errichtung der Ökonomie“ forciert. Dazu gehört auch ein herrschaftlicher Park mit Hühnerhaus. Einige Jahre später kommt ein großer Forellensee dazu.

 

1585 und 1596 wütet in Nassau die Pest, bald darauf beginnt der 30-jährige Krieg, durchziehende Soldaten bringen die Beulenpest, es wird von Überschwemmungen und Hagelschlag berichtet, die die Bestände auf den Feldern vernichten, Schweden und Franzosen plündern und wollen sich von dem ausgebluteten Land ernähren… bis endlich der Westfälische Friede 1648 die alte Ordnung wieder herstellt.

 

Wie es unserem Fleckchen Erde während dieser Wirren erging, wissen wir leider nicht, es scheint aber über Jahre dem Verfall preisgegeben gewesen zu sein, denn als bei einer Neuverteilung der Hohenlohischen Besitztümer Graf Carl-Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim Lochgarten erbt, ist es einem Bericht zufolge in katastrophalem Zustand.

 

 

 

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