Nächster Helfertag:
Sa., 07.03.2026 ab 14:00 Uhr
Du möchtest mitmachen und uns kennenlernen? Ruf an oder schreib uns: 0151-28596800
Die Lebensmittel verlieren ihren Preis und
erhalten so ihren Wert zurück.
Wolfgang Stränz, Buschberghof
Die SoLawi-Mitglieder oder Ernteteiler*innen bezahlen nicht das Gemüse, das sie erhalten, sondern stellen uns Gärtner*innen die finanziellen Mittel zu Verfügung, damit wir unsere Arbeit tun können. Der mitunter hohe finanzielle Druck wird von den Schultern der Gärtner*innen genommen. Das Risiko von nicht so guten Ernten (zB aufgrund von Wettereinflüssen), aber natürlich auch die Freude über gute Erntejahre teilt sich die Gemeinschaft der Enteteiler*innen. Und wir Gärtner*innen geben unser Bestes, diese Gemeinschaft ganzjährig und so vielfältig wie möglich mit Gemüse und Obst zu versorgen.
Die finanzielle Sicherheit und direkte Wertschätzung, die wir durch die SoLawi erfahren, macht es uns leichter, unsere Ideale zu leben und unsere tägliche Arbeit mit Freude zu einer runden Sache zu machen - angefangen bei noch mehr samenfesten Sorten über noch mehr Vielfalt bis zur Pflege und Schutz dieses Ortes und seiner Lebewesen (Heckenpflege, Schaffen von Rückzugsorten für Nützlinge etc.).
Größer gedacht leisten SoLawis einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der regionalen Ernährungssouveränität, zur Unabhängigkeit von (Welt)Marktpreisen und -prinzipien.
Die SoLawi soll weder Abokisten noch Bioläden Konkurrenz machen. Der Grundgedanke ist zum Teil ein anderer und unsere Erfahrung zeigt, dass sich auch die Zielgruppen unterscheiden. Der Gemeinschaftsgedanke ist bezeichnend und die SoLawi bringt die Konsumenten wieder viel näher an ihre Nahrungsmittel heran. Im Sommer und Herbst schöpfen wir aus dem Vollen, es gibt viel verschiedenes Gemüse in Hülle und Fülle; im Winter bis in den Frühling hinein ist die Auswahl deutlich geringer.
In unserer SoLawi bekommt die Gruppe Obst und Gemüse direkt aus Louisgarde und von unseren regionalen Partnern, was den tollen Nebeneffekt hat, dass das Netzwerk und der Austausch zwischen uns Produzenten gestärkt wird.
In vielen SoLawis gibt es eine rege Teilnahme am Betriebsalltag der Gärtnerei. Auch dieser Aspekt ist je nach Vorstellungen der Gruppe frei gestaltbar. Bei uns ist es so, dass helfende Hände natürlich willkommen sind, vor allem während der Saison ab April. Feste Tage für Einsätze der Mitglieder gibt es nicht; stimmt euch hierfür am besten direkt mit uns Gärtnern ab. Zudem fragen wir in die Runde, wenn wir verstärkt Hilfe brauchen.
Die Gärtnerei soll ein Platz sein, an dem Gemeinschaft gelebt werden kann; dreimal im Jahr kommt die ganze Gruppe zusammen: Zur Bieterrunde im Februar/März, zum Sommertreffen im Juli/August und zur Herbsternte im September/Oktober. Hier besprechen wir Dinge, die die ganze Gruppe betreffen, tauschen uns aus, lernen Neue in der Runde kennen und helfen bei der Herbsternte alle zusammen. Abgesehen davon ist jeder einzelne jederzeit bei uns auf Louisgarde willkommen, um sich umzuschauen oder sich eine kleine Auszeit zu gönnen.
Unsere SoLawi gibt es seit Frühjahr 2021. Im Moment besteht unsere Gruppe aus ca. 70 Menschen, an die insgesamt 33 ganze Ernte-Anteile gehen. Es kann auch ein halber Anteil erworben werden.
Durch die solidarische Beitragsgestaltung möchten wir auch Menschen mit weniger finanziellen Mitteln den Zugang zu ökologisch erzeugten, hochwertigen Lebensmitteln ermöglichen. In der jährlich stattfindenden Bieterrunde stellen wir Gärtner*innen unser für die kommende Saison benötigtes Budget vor und den daraus errechneten Richtwert für den Mitgliedsbeitrag.
Der Richtwert liegt aktuell bei 126 €/Monat für einen Vollanteil. Der individuelle Beitrag liegt darüber, darunter oder am Richtwert, je nach den ehrlich eingeschätzten finanziellen Möglichkeiten.
Die Verteilstellen befinden sich in der Klosterstraße Schäftersheim, in der Stettinstraße Weikersheim, im Weberdorf Bad Mergentheim und direkt auf Louisgarde.
Das "solidarische Jahr" startet mit April und endet Ende März. Zu unserer Gemeinschaft gehört auch ein Stück weit Verbindlichkeit. Unsere Mitglieder sehen von Austritten während des solidarischen Jahres ab, weil sie uns Gärtner durch die etwas mageren Wintermonate mit so einigem Kohl und Wurzelgemüse genauso begleiten wollen wie durch die Fülle im Sommer und Herbst.
Eine Alternative zur regulären Mitgliedschaft ist die Wintermitgliedschaft, z.B. für Menschen, die im Sommer genug eigenes Gemüse haben. Sie läuft ab 01.11. und endet automatisch zum 31.04. Ein Einstieg ist auch nach dem 01.11. jederzeit möglich, eine eventuelle Kündigung während der Laufzeit wird erst zum 30.04. wirksam.
Ihr habt Fragen? Oder ist euch das Konzept SoLawi schon geläufig
und ihr möchtet direkt einen Ernte-Anteil erwerben? Kontaktiert uns: