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Sommer in der Nase

 

Sie riechen ganz speziell, die Tomatenpflänzchen, wenn man sie berührt – würzig-grün strömt es uns entgegen. Eine Reihe haben wir schon auf einem bereits frei gewordenen Beet im Gewächshaus gepflanzt, verschiedene Sorten Fleischtomaten, unter anderem die alte aromatische Berner Rose. Noch eine Vertreterin mit einem signifikanten Geruch wächst hier, nämlich die Zucchini. Sie ist noch frostempfindlicher als die kleinen Tomatenpflanzen, deshalb heizen wir dieses Gewächshaus frostfrei.

 

Noch heizen wir mit Flüssiggas, ein fossiler Brennstoff, von dem wir langfristig gesehen wegkommen wollen. Das Projekt Biomeiler, das wir im Herbst 2019 zusammen mit einem Heizungsinstallateur und Energieberater gestartet haben, hat einige technische Herausforderungen mit sich gebracht und letzten Endes nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir konnten die Wärme aus dem Verrottungsprozess im Meiler nicht erfolgreich ins Gewächshaus leiten.

 

Im Glashaus befinden sich unsere Jungpflanzen, wir heizen es nachts auf 12°C. Da stehen Buschbasilikum, Dill, Bohnenkraut, Knollensellerie und die Tomatenpflanzen, die ihr ab kommenden Freitag bei uns am Marktstand kaufen könnt.

 

Um die 60 Tomatenpflanzen, die wir selbst pflanzen wollten und die wir schon ins unbeheizte Haus gestellt hatten, haben das leider nicht überlebt. Es war kein Frost gemeldet, dann wurde es aber doch kälter als gedacht. Glücklicherweise hat unser Freund vom Hof Reginswind in Uffenheim (von dem auch die guten Topaz kamen), viele Pflanzen übrig. Das ist traurig, aber solche Rückschläge gibt es eben ab und an.

Auch im Freiland füllen sich die Beete nach und nach mit Salat, Lauch, frühem Spitzkohl, Spinat und Radieschen. Bei den bisherigen Temperaturen wachsen sie aber nur langsam.

 

 

Eines unserer Gemüsestücke wird seit einem Jahr von einer Reihe Stachelbeeren und einem Reineclauden-Bäumchen unterteilt. Nun ist noch eine Reihe verschiedener Himbeeren dazu gekommen. Die Herbsthimbeeren werden schon tragen in diesem Jahr. Von der noch jungen Baumschule ackerbaum in der Pfalz haben wir außerdem einen Maulbeerbaum und eine Kornellkirsche bestellt, die nun bei den Weiden auf der Wiese hinter der Scheune wachsen.

Ackerbaum ist eine innovative Baumschule, die sich spezialisiert auf essbare Gärten, Agroforstwirtschaft und Permakultur.

 

Sieben der 20 Bienenvölker unseres Imkers haben den Winter nicht überlebt. Stephan hat alle Völker im Spätsommer nicht mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt, sondern schonender mit Oxalsäure. Leider hat diese milde Behandlungsmethode nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Es gibt kein europäisches Bienenvolk mehr, das nicht von diesem Parasiten befallen ist. Die Brut zeigt bei Befall Entwicklungsstörungen und bei erwachsenen Bienen wird das Immunsystem stark geschwächt, so dass sie dann nicht durch den Winter kommen.

Die überlebenden Völker sind geschwächt, aber Stephan ist zuversichtlich, dass sie sich erholen werden.

 

 

 

Seht ihr, wie die Bäume jetzt ihre zarten Blätter bekommen, wie sie nach und nach blühen? Was riecht ihr, wenn ihr draußen seid und der Wind euch um die Nase weht?

 

 

Ich wünsche euch achtsame Sinne,

es gibt viel Schönes um uns.

 

 

 

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