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Um Johanni rum...

hat die Linde unten im Hof geblüht und der ganze Baum war voll von Bienen und anderen Insekten. Die Wegwarte, die bis dato so unscheinbar dastand, hat ihre himmelblauen Blüten geöffnet. Sie blühen jeweils nur ein paar Stunden und täglich kommen neue hervor, die Kraft dieser Pflanze erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue. Das Johanniskraut ist plötzlich wieder da. Silke und ich waren bei Luise Denninger in Laudenbach, einer Kräuterpädagogin mit schier unendlichem Wissen. Wir waren in der Natur und haben Wildkräuter kennengelernt, an denen wir im Alltag oft unwissend vorbeigehen. Wir haben Rotöl angesetzt, ein Auszug aus Blüten vom Johanniskraut. Und wir haben erfahren, dass um Johanni herum der günstigste Erntezeitpunkt ist, vor allem für Blüten, die man weiterverarbeiten will. Im Jahreslauf ist die Natur dann auf ihrem Höhepunkt. Sie gibt gerade alles, danach atmet sie wieder ein und zieht sich zurück, sammelt ihre Kräfte, um Samen zu bilden und zu reifen. Die Tage werden ganz langsam kürzer. Auch wir merken, dass alles etwas langsamer wächst als vor der Sommersonnenwende; das ist wichtig zu beachten, wenn wir die Pflanzzeitpunkte planen, denn das Gemüse soll ja gleichmäßig verteilt erntefertig sein.

 

Von unseren niederstämmigen Topazbäumen haben wir die Wassertriebe herausgebrochen; der sogenannte Juniriss. Gerissene Stellen heilen besser als geschnittene. Der Juniriss lässt wieder Licht und Luft in die Baumkrone kommen, zudem tragen die Wasserschosse in den ersten Jahren so gut wie keine Früchte, kosten den Baum aber trotzdem Energie.

 

Es hat immer wieder geregnet, mitunter ganz schön heftig. Bei unserem Landwirt Volker hat sich das Getreide hingelegt, es kann so nicht mehr richtig abtrocknen und ist viel anfälliger für Pilzerkrankungen. Volker macht viel Saatgutvermehrung und es ist fraglich, ob das Getreide bei der Beprobung als geeignet akzeptiert wird.

 

Wir in der Gärtnerei nutzen jede Regenpause und hacken die nicht gemulchten Kulturen durch, sobald die Erde oberflächlich etwas abgetrocknet ist, damit erneuter Niederschlag gut aufgenommen werden kann und die oberste Schicht nicht verkrustet.

 

Beim Gemüse geht es jetzt langsam los mit Gurken, Zucchini und Bohnen. Was nicht von Schnecken angefressen ist, wächst so gut. Regelmäßiger Regen, dann wieder Wärme und Sonne, das ist perfekt für die Natur. Nur den Salaten tut die andauernde Feuchtigkeit nicht so gut, wir merken, dass sie anfällig für Fäulnis werden, genauso die Johannisbeeren.

 

Endlich sind unsere Laufenten da, die hoffentlich ganz viele Schnecken fressen werden. Das Regenwetter ist für Schnecken ideal und sie fallen über unser Gemüse her wie noch nie in den letzten Jahren. Die Enten sind auf dem derr HOF bei Ruth und Jascha geschlüpft; über die beiden berichte ich hier.

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